Erste Hilfe beim Hund bedeutet zuerst Ruhe bewahren, die eigene Sicherheit gewährleisten und den Hund aus der Gefahrenzone bringen. Anschließend Vitalfunktionen (Atmung, Kreislauf, Puls) prüfen, Atemwege freimachen, bei Bedarf stabile Seitenlage anlegen und den Hund beruhigen, bevor Sie sofort eine Tierklinik oder ihren Tierarzt kontaktieren, idealerweise mit Vorabinformationen. Ein gutbestücktes Erste Hilfe- Set und idealerweise ein spezieller Kurs sind dabei Goldwert, um im Ernstfall richtig zu handeln.
Sofortmaßnahmen im Notfall
- Ruhe bewahren: Ihre Ruhe überträgt sich auf den Hund.
- Sicherheit: Schützen sie sich vor Bissen, auch wenn der Hund Schmerzen hat.
- Gefahrenzone: Bringen Sie den Hund bei Gefahr aus der Situation
Vitalfunktionen prüfen
- Atmung: Prüfen Sie, ob der Hund atmet.
- Kreislauf: Messen Sie den Puls an der Innenseite des Oberschenkels.
- Stabile Seitenlage: Bei Bewusstlosigkeit oder zur Wiederbelebung auf die rechte Seite legen, Kopf und Wirbelsäule gerade halten.
Wichtige Handgriffe
- Atemwege freimachen: Bei Verschlucken vorsichtig Fremdkörper entfernen, ggf. Heimlich Griff anwenden.
- Wunden: Kleine Wunden reinigen und abdecken; bei starken Blutungen Druckverband anlegen; offene Wunden mit feuchtem Tuch abdecken.
- Knochenbrüche: Betroffenen Bereich ruhigstellen (z.B. mit Schiene).
Ausrüstung
Erste Hilfe Set: Ein Notfall Set mit Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Handschuhen, Schers etc. ist unerlässlich.
Durchfall beim Hund wird oft durch falsches Futter, Stress, Parasiten oder Infektionen verursacht, kann aber auch ernstere Ursachen haben; bei leichtem Durchfall helfen oft eine kurze Fastenkur ( ca. 12 Std), Schonkost wie gekochter Reis mit Huhn, Karotten Babybrei (Magenschonende Kost) und viel Trinken, während bei anhaltendem Durchfall oder weiteren Symptomen (Erbrechen, Fieber, Blut) umgehend der Tierarzt aufgesucht werden sollte, besonders bei Welpen.
Mögliche Ursachen
- Ernährung: Futterumstellung, verdorbenes Futter, Unverträglichkeiten, etwas Unpassendes gefressen (Müll, Knochen)
- Stress: Veränderungen oder Aufregung können den Darm beeinflussen.
- Infektionen: Viren, Bakterien, Pilze.
- Parasiten: Würmer (Spul-, Band-, Hakenwürmer) oder Einzeller (Giardien),
- Medikamente: Antibiotika können die Darmflora stören.
- Andere Erkrankungen: Chronische Darmerkrankungen, Leber- oder Bauspeicheldrüsenentzündungen.
Was Sie tun können (bei leichtem Durchfall)
- Futterpause: 12 Stunden keine feste Nahrung geben, nur frisches Wasser bereitstellen.
- Schonkost: Nach der Pause gelochter Reis mit fettarmem Huhn oder Magerquark, Babybrei (Karotte)
- Flüssigkeit: Achten Sie darauf, dass ihr Hund genug trinkt, um eine Austrocknung zu verhindern
- Darmflora unterstützen: Probiotika (z.B. Ergänzungsfuttermitteln) können helfen
Wann Sie zum Tierarzt müssen (dringend)
- Welpen, ältere oder kranke Hunde
- Durchfall hält länger als 48 Stunden an oder wird schlimmer
- Blut oder Schleim im Kot
- Erbrechen, Fieber, Apathie oder Appetitlosigkeit
- Verdacht auf eine Vergiftung oder Fremdkörperaufnahme
Hinweis
- Tipp: eine frische Kotprobe einsammeln und zum Tierarzt mitbringen, somit kann die Diagnose beschleunigt werden.
Fieber beim Hund bei über 39,5°C, wobei die Normaltemperatur zwischen 37,5-39 °C liegt (Welpen bis 39,5 Grad) Ab 40°C spricht man von Fieber, ab 41 °C von hohem Fieber, das lebensbedrohlich sein kann und sofortige tierärztliche Behandlung erfordert, da es auf ernsthafte Krankheiten hinweisen kann.
Häufige Symptome sind Schlappheit, Appetitlosigkeit, heiße Ohren/Nase und Schüttelfrost, die korrekte Messung rektal mit einem digitalen Thermometer.
Symptome erkennen
- Temperatur: Messung rektal mit einem digitalen Thermometer ist am genauesten.
- Verhalten: Lethargie, Appetitlosigkeit, vermehrtes Hecheln.
- Körper: Heiße Ohren und Nase, Schüttelfrost, trübe Augen.
Wann zum Tierarzt
- Sofort bei: Über 41°C (hohes Fieber) da Organversagen droht.
- Zeitnah bei: Temperaturen über 40°C, besonders wenn Symptome wie Appetitlosigkeit oder Schlappheit auftreten
- Auch bei: Anhaltenden Fieber (mehrere Tage), um die Ursache zu finden, da Fieber auch bei Tumoren, Vergiftungen oder Entzündungen auftreten kann.
Wichtige Hinweise
- Keine Medikamente: Gib deinem Hund niemals Ibuprofen oder Aspirin; das kann tödlich sein.
- Ursachen: Fieber ist ein Symptom einer zugrundliegenden Krankheit, wie Infektionen (Bakterien, Viren), Entzündungen (Gebärmutterentzündung, Prostatitis) oder sogar Zahnwechsel.
- Ruhe: Sorge für Ruhe und biete frisches Wasser an, um eine Dehydrierung zu vermeiden.
Hunde haben ein deutlich besseres Gehör als Menschen, da sie höhere Frequenzen, (bis ca. 60.000Hz vs. 20.000 Hz beim Menschen) wahrnehmen können, was ihnen hilft, Beutetiere zu orten, und sie können ihre Ohren unabhängig voneinander bewegen, um Geräuschquellen präziser zu lokalisieren, ähnlich einer Radarfunktion, wodurch sie sogar leise Geräusche und Gerüche aus großer Entfernung wahrnehmen und Geräusche besser filtern können.
Hunde hören im Ultraschallbereich.
Frequenzbereich
- Menschen: ca. 20 bis 20.000 Hertz.
- Hunde: ca. 15 bis 60.000 Hertz (Manche Hunde 65.000 Hz. oder sogar 1.000.000 Hz.
- Vorteil: Hunde können hohe Töne hören, die für uns im Ultraschallbereich liegen, z.B. das Piepsen von Nagetieren oder den Ton einer Hundepfeife.
Ohrenbewegung
- Hunde besitzen bis zu 17 Muskeln in ihren Ohren (Menschen haben nur 9)
- Sie können ihre Ohrmuscheln unabhängig voneinander drehen und neigen, um Geräusche besser zu orten – wie eine Radarantenne.
- Besonders Stehohrhunde können so innerhalb einer Zehntelsekunde die Richtung eines Geräuschs bestimmen.
Wahrnehmung und Nutzung
- Entfernung: Ein Hund kann ein Geräuschaus bis zu viermal größerer Entfernung hören als ein Mensch.
- Selektive Wahrnehmung: Hunde können unwichtige Hintergrundgeräusche ausblenden und nur auf relevante Töne reagieren z.B. den Dosenöffner oder die Schritte ihres Besitzers.
- Anwendung: Diese Fähigkeiten werden beim Training mit Hundepfeifengenutzt, die für Menschen kaum hörbar sind.
Evolution und Überleben
- Das Supergehör ist ein Erbe ihrer wilden Vorfahren, um Beute und Gefahrenfrühzeitig zu erkennen.
Der Geruchsinn des Hundes ist sein wichtigster Sinn, der millionenfach besser ist als der des Menschen, dank einer viel größeren Riechschleimhaut mit mehr Riechzellen, einem größeren Riechhirn und die Fähigkeit zum Stereo-Riechen, was ihm erlaubt, Gerüche präzise zu orten und zu differenzieren, um die Welt zu erkunden, zu kommunizieren, Beute zu finden und sogar Krankheiten oder Gefahren zu wittern, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer bei Polizei, Rettungsdiensten und Naturschutz macht.
Warum der Geruchssinn so stark ist
- Riechzellen: 220-300 Millionen (Mensch ca. 5 Millionen)
- Riechschleimhaut: Bis zu 150 cm2 groß (Mensch 5 cm2)
- Riechhirn: Bis zu 40-mal größer als beim Menschen
- Spezialatmung: Bis zu 300-mal pro Minute einatmen, um Duftmoleküle länger in der Nase zu halten.
- Stereo–Riechen: Unabhängige Nasenlöcher ermöglichen Richtungsinformationen.
- Jacobson–Organ: Unterstützt die Geruchswahrnehmung.
Was Hunde riechen Können
- Krankheiten: Diabetes, Krebs, Epilepsie.
- Veränderungen: Schwangerschaft
- Spezifische Gerüche: Drogen, Sprengstoff, Trüffel, bestimmte Tierarten. Vermisste Personen
Nutzung und Training
- Berufseinsatz: Polizei, Zoll, Rettungshund, Artenschutz
- Alltag: Orientierung und Kommunikation (Status, Stimmung der Hunde)
- Training: Suchspiele mit Leckerlies oder Spielzeug schulen die Fähigkeiten spielerisch.
Einflussfaktoren
- Rasse: Langnasige Rassen (z.B. Bloodhound) haben oft einen besseren Geruchssinn als brachycephale (kurznasige) Rassen.
- Gesundheit: Krankheiten (Nasennebenhöhlenentzündung) oderscharfe Reiniger können den Geruchssinn beeinträchtigen.
Giardien bei Hunden sind eine Häufige Darminfektion durch mikroskopisch kleine Parasiten (Giardia), die zu wiederkehrendem, schleimigen. Fettigen Durchfall (oft gelblich), Blähungen, Erbrechen und Gewichtsverlust führt, besonders bei jungen oder immungeschwächten Tieren.
Die Übertragung erfolgt durch Aufnahme von Zysten aus kontaminiertem Wasser, Futter oder direkt von infizierten Tieren.
Eine genaue Diagnose ( Kotuntersuchung) ist wichtig, die Behandlung erfolgt mit speziellen Medikamenten und konsequenter Hygiene, da Giardien sehr widerstandsfähig sind und eine Reinfektion droht.
Symptome (häufig)
- Durchfall: Schleimig, fettig, gelblich bis grünlich, oft wechselnd mitnormalen Stuhlgang
- Blähungen & Bauchschmerzen
- Erbrechen Übelkeit
- Gewichtsverlust trotz normaler Futteraufnahme.
- Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit
- Fellverlust, glanzloses Fell
Ansteckung (Übertragung)
- Fäkal-oral: Aufnahme von Giardienzysten über kontaminiertes Futter, Wasser (Pfützen, Seen), Erde oder direkten Kontakt mit infiziertem Kot.
- Wiederstandfähigkeit: Zysten überleben in feuchten Umgebungen monatelang
Diagnose
- Tierarztbesuch: Bei Verdacht immer den Tierarzt aufsuchen.
- Kotuntersuchung: Sammeln sie am besten Kotproben von mehreren Tagen, da die Zystenausscheidung schwankt. Spezielle Tests ( ELISA-Test, PCR) sind genauer als Mikroskopie.
Behandlung
- Medikamentös: Vom Tierarzt verschriebene Mittel (z.B. Antibiotika wie Metronidazol), die exakt nach Plan gegeben werden müssen.
- Hygiene ist entscheidend: Regelmäßige Desinfektion von Näpfen, Schlafplätzen und Umgebung, da die Zysten sehr ansteckend sind. Spezielle Desinfektionsmittelhelfen.
- Ernährung: Ein gesundes Darmmikrobiom unterstützt die Genesung, Kokosöl oder Kürbiskerne können unterstützend wirken, ersetzen aber keine medizinische Therapie.
Vorbeugung
- Kein Trinken aus Pfützen
- Konsequentes Aufsammeln von Hundekot
- Gute Hygiene bei Futter-und Wassernäpfen
Das Impfen des Hundes beginnt als Welpe mit der Grundimmunisierung gegen Kernkrankheiten wie Staupe, Parvovirose, Hepatitis (HCC) und Leptospirose, gefolgt von Auffrischungen alle 1-3 Jahre, um den Schutzaufrechtzuhalten, wobei Tollwut eine wichtige Impfung für Reisen ist, obwohl es in Deutschland keine generelle Impfplicht gibt.
Der Impfplan wird individuell vom Tierarzterstellt, basierend auf Lebensstil und Risiko, wobei regelmäßige Checks wichtig sind, um den Hund vor gefährlichen Krankheiten zu schützen.
Wichtige Impfungen
- Pflichtimpfungen ( Core): Staupe, Parvovirose, Hepatitis ( HCC) Leptospirose- als medizinisch notwendig empfohlen.
- Zusätzliche Empfehlungen (Non– Core): Tollwut (oft bei Reisen notwendig), Zwingerhusten (Boretella), Parainfluenza), besonders bei Kontakt mit anderen Hunden.
Impfschema ( Beispiel)
- Welpen: Start mit 8 Wochen, Wiederholungen mit 12 und 16 Wochen, Abschluss mit ca. 15 Monaten
- Auffrischungen: Je nach Impfstoff jährlich (z.B. Leptospirose) oder alle 3 Jahre (z.B. Staupe, Tollwut)
Tag nach der Impfung
- Aktivität: Nach der Impfung ist Ruhe wichtig, keine großen Aktivitäten und ruhige kurze Spaziergänge
Warum Impfen?
- Schutz vor schweren, oft tödlichen Krankheiten.
- Erhaltung der Immunität.
- Voraussetzungen für Reisen, Hundeschulen oder Pensionen.
Worauf achten?
- Gesundheit des Hundes vor Impfung überprüfen.
- Mögliche Nebenwirkungen ( Müdigkeit, Schwellung ) beobachten und Tierarztkontaktieren
Fazit
- Lassen sie sich vom Tierarzteinen individuellen Impfplan erstellen, der auf die Bedürfnisse ihres Hundes zugeschnitten ist.
Die Kastration beim Hund ist ein operativer Eingriff unter Vollnarkose, bei dem die Keimdrüsen entfernt werden, um die Fortpflanzungsfähigkeit zu beenden und hormonell bedingtes Verhalten zu beeinflussen; bei Rüden werden die Hoden, bei Hündinnen die Eierstöcke (oft mit Gebärmutter) entfernt, was irreversible Folgen hat und nur bei medizinischer oder zur Populationskontrolle erlaubt ist, wobei der ideale Zeitpunkt und die Notwendigkeit mit dem Tierarzt besprochen werden müssen.
Ablauf und Methode
- Rüden: Entfernung der Hoden über einen Schnitt am Hodensack, wobei Samenleiter und Blutgefäße unterbunden werden.
- Hündinnen: Entfernung der Eierstöcke ( Ovarektomie) und oft auch der Gebärmutter (Ovariohysterektomie)
- Nachsorge: Wundschutz (Body/Halskrause) für ca.10 Tage, Fäden ziehen lassen, Kontrolltermine
Gründe und Überlegungen
- Medizinische Gründe: Vermeidung von Krankheiten wie Tumoren oder Entzündungen.
- Verhaltensveränderungen: Reduzierung von Streunen, Aggression, Markieren.
- Hormonelle Auswirkungen: Verhaltensveränderungen sind möglich, da Sexualhormone fehlen können; Pubertätsverhalten wird unterdrückt.
- Tierarztgespräch: Wichtig für die individuelle Entscheidung, da der Eingriff nichtrückgängig gemacht werden kann.
Zeitpunkt
- Rüden: Kann vereinzelt ab 9 Monaten, besser nicht vor der Pubertät, um soziale Kompetenzentwicklung zu ermöglichen. Optimal im Alter von 12-15 Monaten.
- Hündinnen: Zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit wird oft empfohlen.
Hormonchip
- Hormonchip: Künstliche Kastration um zu Sehen wie sich mein Hund verändert wenn er kastriert werden sollte. Es wird ein Hormonchip unter der Haut gepflanzt.
Zur Verfügung steht ein ½ Jahres und Jahres-Chip, die nicht nach Ablauf wider entfernt werden müssen.
Was sagt das Gesetz
- § 6 Abs. 1 Satz 1TierSchG verbietet das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entfernen oder zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres und damit grundsätzlich auch die Kastration oder Sterilisation.
Die Erlaubnis zur operativen Unfruchtbarmachung ist nach deutschem Recht auf wenige Ausnahmen begrenzt, die in § 6 Abs. 1 Satz 2 Tierschutzgesetz abschließend aufgezählt sind.
Für Haustiere ist die operative Unfruchtbarmachung im Einzelfall erlaubt, wenn sie nach der Indikation eines Tierarztes geboten, ist oder unkontrollierte Fortpflanzung verhindert werden soll.
Kokzidien sind einzellige Darmparasiten, die vor allem Welpen und junge Hunde befallen und zu Durchfall (oft schleimig oder blutig), Appetitlosigkeit, Erbrechen und Abgeschlagenheit führen können, wobei viele erwachsende Hunde symptomlos bleiben.
Die Infektion erfolgt über Schmierinfektionen mit kontaminiertem Kot, Wasser oder Erde.
Die Diagnose erfolgt per Kotprobe, die Behandlung mit speziellen Medikamenten (Antiprotozoika) und strenger Hygiene zur Vorbeugung von Wiederansteckungen.
Symptome
- Durchfall: Breiig, wässrig, schleimig oder mit Blutbeimengungen.
- Allgemein: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Müdigkeit, Fieber, aufgeblähter Bauch.
- Welpen: Besonders gefährdet, können Entwicklungsstörungen erleiden.
Ansteckung und Lebenszyklus
- Aufnahme: Über den Mund durch Aufnahme von Oozysten aus der Umgebung.
- Umgebung: Kokzidien überleben gut in der Umwelt und sind widerstandsfähig.
- Wiederansteckung: Hohe Rückinfektionsgefahr durch mangelnde Hygiene.
Diagnose
- Tierarztbesuch: Notwendig bei Verdacht
- Kotuntersuchung: Mikroskopische Untersuchung der Kotprobe zur sicheren Diagnose
Behandlung
- Medikamente: Tierarzt verschreibt spezifische Medikamente (z.B. Sulfadimethoxin, Tolrazuril)
- Hygiene: Intensive Reinigung von Umgebung, Liegeplätzen und Spielzeug ist entscheidend.
- Schonkost: Kann die Verdauung unterstützen.
Vorbeugung
- Hygiene: Regelmäßige Reinigung des Zuhauses und Umgebung des Hundes.
- Vermeidung: Kontakt mit Kot anderer Tiere minimieren.
- Früherkennung: Bei Welpen auch ohne Symptome regelmäßig entwurmen.
ie Läufigkeit einer Hündin, auch „Hitze“ genannt, ist eine etwa dreiwöchige Phase imSexualzyklus, die meist 1-2 Mal pro Jahr auftritt, wobei der Rhythmus je nach Rassevariiert (kleine Rassen häufiger).
Sie beginnt mit der ersten Läufigkeit im Alter von 6-12 Monaten und ist durch Scheidenausflussgekennzeichnet, wobei die eigentliche fruchtbare Zeit (Standhitze) nur etwa 5-10 Tage dauert.
Wichtige Aspekte sind die Leinenpflicht, das Verhalten der Hündin (Unruhe, Ablenkbarkeit) und das Risiko ungewollter Trächtigkeiten.
Wann tritt sie auf?
- Erste Läufigkeit: Meist zwischen dem 6-12 Lebensmonat, bei kleinen Rassen früher, bei großen Rassen später.
- Häufigkeit: durchschnittlich 1-2 Mal jährlich (alle 6-12 Monate, abhängig von der Rasse.
- Dauer: der gesamte Zyklus dauert gute 3 Wochen (21-25 Tage).
Phasen der Fruchtbarkeit
- Proöstrus: Vorbereitung (7-10 Tage) mit Blutstropfen und geschwollener Vulva, aber noch nicht deckbereit.
- Östrus: (Standhitze): die eigentliche Brunft mit Eisprung, meist 10-14 Tage nach Beginn; die Hündin ist empfängnisbereit und zeigt Deckbereitschaft.
- Meetöstrus (Nachhitze):Nach der fruchtbaren Phase, in der der Körper sich erholt; der Progesteronspiegel bleibt erhöht, was zu Scheinträchtigkeiten führen kann.
Was ist zu beachten?
- Leinenpflicht: Wegen der starken Anziehungskraft auf Rüden sollte die Hündin strikt an der Leine geführt werden, um Weglaufen oder Belästigung zu verhindern.
- Verhalten: Hündinnen können unruhiger, abgelenkter oder anhänglicher sein.
- Hygiene: Ein Höschen kann den Ausfluss auffangen und Gerüche reduzieren; regelmäßiges Reinigen von Körbchen ist ratsam.
- Keine Wechseljahre: Hündinnen werden bis ins hohe Alter läufig, die Intervalle können sich aber verlängern.
Sonderformen
- Stille Hitze: Hormonelle Veränderungen ohne sichtbare Anzeichen.
- Split-Östrus: Anzeichen treten auf, verschwinden und kommen später wieder.
Hunde Markieren, um zu kommunizieren (Alter, Geschlecht, Status), ihr Revier abzustecken und sich unsicher oder gestresst zu fühlen, was durch hormonelle Einflüsse (Pubertät), Läufigkeit) verstärkt wird. Es ist ein natürliches, instinktives Verhalten, das territoriale Abgrenzung und Informationsaustausch ermöglicht, aber auch durch Stress, Unsicherheit oder gesundheitliche Probleme ausgelöst werden kann, was eine tierärztliche Untersuchung bei plötzlichen Auftreten möglich macht.
Gründe für das Markieren
- Soziale Kommunikation: Urin enthält Pheromone, die wie ein Ausweiswirken und Artgenossen viel über den Hund verraten ( Alter, Gesundheit, Paarungsbereitschaft).
- Territoriale Abgrenzung: Hunde markieren ihr Revier, um Konkurrenten fernzuhalten.
- Hormone: Rüden markieren häufiger in der Pubertät oder wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist.
- Stress und Unsicherheit: Neue Umgebungen, Umzüge oder Veränderungen im Tagesablauf können Stress auslösen, der zu vermehrten Markieren führt.
- Gesundheitliche Probleme: Blasenentzündungen oder Harnwegentzündungen können unkontrolliertes Wasserlassen verursachen.
Wie man das Markieren kontrollieren kann
- Frühes Training: Beginnen Sie mit Welpen, indem Sie klare Orte zum Lösen zeigen.
- Belohnen Sie erwünschtes Verhalten: Loben Sie ihren Hund, wenn er an der richtigen Stelle markiert.
- Unterbinden Sie unerwünschtes Markieren: Sagen Sie ein klares „Nein“ und führen Sie ihn weg, aber schimpfen Sie nicht, da das den Stress erhöhen kann.
- Neutralisieren Sie Gerüche: Entfernen Sie Urinreste gründlich mit speziellen Reinigern, damit der Hund nicht animiert wird, erneut zu markieren.
- Tierarztbesuch: Suchen Sie bei plötzlichem, intensiven Markieren (besonders in der Wohnung) unbedingt einen Tierarzt auf, um medizinische Ursachenauszuschließen.
Mittelmeerkrankheiten beim Hund sind Infektionskrankheiten, die hauptsächlich durch Sandmücken oder Zecken übertragen werden und in südlichen Ländern verbreitet sind, aber auch in Deutschland vorkommen können.
Wichtige Beispiele sind Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Hepatozoonose und Herzwurmerkrankungen (Dirofilariose), oft mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust, Lahmheit oder Hautproblemen.
Prävention durch Mückenschutz und Zeckenschutz ist entscheidend d einige Krankheiten unbehandelt tödlich sein können.
Wichtige Mittelmeerkranheiten
- Leishmaniose: Übertragen durch Sandmücken; Parasiten befallen innere Organe und Haut. Symptome: Haarausfall (bes. Ohren), Schuppen, Gewichtsverlust, geschwollene Lymphknoten.
- Babesiose ( Hundemalaria ): Parasiten zerstören rote Blutkörperchen; Fieber, Lethargie, blasse Schleimhäute, dunkler Urin.
- Ehrlichiose: Bakterienbefall; Fieber, Appetitlosigkeit, Nasenbluten, Lahmheit, Schwäche, blasse Schleimhäute.
- Hepatozoonose: Parasitenbefall; Fieber, Abmagerung, Muskelschwund, Lahmheit.
- Herzwurmerkrankung ( Dirofilariose) Herzwürmer durch Mückenstich; Husten, Atemnot, Herzprobleme, kann tödlich verlaufen
Symptome (oft unspezifisch und schleichend)
- Fieberschübe, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust trotz Futteraufnahme
- Haarausfall (besonders an Ohren, Nase, Augen) schuppige Haut, offene Stellen
- Geschwollene Lymphknoten
- Blasse Schleimhäute, Nasenbluten, punktförmige Blutungen
- Lahmheit, Gelenkschmerzen
Schutz und Vorbeugung
- Repellents: Insekten- und Zeckenschutzmittel (z.B. spezielle Halsbänder, Spot-ons) für Reisen in Risikogebiete.
- Impfung: Es gibt Impfungen, z.B. gegen Leishmaniose, die den Ausbruch verhindern können.
- Vermeidung: Hunde in der Dämmerung (Sandmücken) und in hohem Gras (Zecken) fernhalten.
- Vorsicht bei Adoption: Hunde aus dem Auslandstierschutz gründlich und mehrfach untersuchen lassen.
Wichtig
- Viele Krankheiten sind nicht vollständig heilbar (z.B. Leishmaniose) oder verlaufen unbehandelt tödlich (z.B. Herzwürmer)
- Früherkennung ist entscheidend. Bei Verdacht sofort den Tierarzt aufsuchen.
Eine Scheinträchtigkeit bei Hündinnen ist eine hormonell bedingte „Pseudogravidität“ nach der Läufigkeit (4-9 Wochen), bei der die Hündin Symptome einer echten Trächtigkeit zeigt (Gesäuge schwillt an, Milchfluss, Nistverhalten, Annahme von Spielzeug als „Welpe“).
Sie ist natürlich, aber belastend; Ablenkung, Bewegung und das Vermeiden von Gesäuge-Streicheln helfen, während ein Tierarzt bei starken Symptomen oderlängerem Anhalten beraten kann, eventuell auch über eine Kastration.
Ursachen & Ablauf
- Hormonelle Schwankungen: Nach dem Eisprung produziert der Gelbkörper Progesteron. Sinkt dieser Spiegel, steigt das Hormon Prolaktin, das Milchproduktion und Muttergefühle auslöst.
- Natürliches Erbe: Bei Wölfinnen unterstützen scheinträchtige Hündinnen die Aufzucht.
Symptome
- Körperlich: Geschwollenes Gesäuge, Milcheinschuss, Appetitlosigkeit, Trägheit.
- Verhaltensbedingt: Nestbau, Sammeln von Spielzeug, mutterschaftliches Verhalten, manchmal Aggression bei Annäherung an „Welpen“.
Was tun?
- Ablenkung: Ausgiebige Spaziergänge, neue Spiele, Hundesport.
- Keine Stimulation: Gesäuge nicht streicheln oder melken (fördert Milchfluss); Spielsachen nur unter Aufsicht.
- Tierarzt aufsuchen: Bei starken Beschwerden, längeren Anhalten oder wenn eine echte Trächtigkeit ausgeschlossen werden kann.
- Medikamente: Verschreibungspflichtige Mittel wie Galatop von tiermedizinportal.de (und unter Aufsicht) können Milchbildung stoppen.
- Kastration: Kann bei wiederkehrenden Problemen erwogen werden, nach Absprache mit dem Tierarzt
Tasso e.v. ist Europas größtes kostenloses Haustierregister, das Tierhaltern hilft, ihre vermissten Tiere wiederzufinden, indem es eine Datenbank für registrierte Tiere führt und eine 24/7- Notrufzentrale betreibt, die bei Verlustmeldungen und Fundtieren unterstützt; die Organisation finanziert sich durch Spenden und bietet neben der Registrierung auch Aufklärung und Tierschutzarbeit an.
Hauptfunktion von Tasso:
- Kostenloses Haustierregister: Tierhalter können ihre Hunde und Katzen, Kleintiere und Pferde kostenlos registrieren, um sie mit einem Chip oder einer Tätowierung zu versehen.
- Rückvermittlung: Bei Verlust meldet der Halter das Tier bei TASSO, die dann Suchplakate erstellen, Suchhelfer aktivieren und Fundmeldungen koordinieren, um das Tier zum Halter zurückzubringen.
- Notrufzentrale: eine rund um die Uhr erreichbare Notrufzentrale hilft bei Vermissten- und Fundmeldungen
- Online– Service: Beinhaltet Online- Registrierung, Vermissten- und Fundmeldungen, Datenänderungen und mehr.
Wie es funktioniert :
- Kennzeichnung: Das Tier wird vom Tierarzt mit einem Transponder (Chip) versehen oder tätowiert.
- Registrierung: Tier- und Halterdaten werden bei TASSO hinterlegt, inclusive der Chip- oder Tätowierungsnummer.
- Im Notfall: Findet jemand ein Tier, kann die TASSO-Kennnummer (Chip- oder Plakettennummer) zur Identifizierung und Kontaktaufnahme mit dem Besitzergenutzt werden
Tollwut ( Rabies) ist eine fast immer tödliche, durch Viren verursachte Krankheit bei Säugetieren, die das Gehirn und Nervensystem angreift und durch Speichelübertragung, meist durch Bisse infizierter Tiere (Füchse, Hunde, Fledermäuse), übertragen wird.
Symptome sind Verhaltensveränderungen, Aggression, Lähmungen und Hydrophbie (Wasserscheu).
Eine rechtzeitige Impfung nach einemBiss (Postexpositionsprohylaxe) ist entscheidend und verhindert den Ausbruch, da es. später keine Heilung mehr gibt.
Übertragung
- Hauptweg: Biss oder Kratzerdurch ein infiziertes Tier
- Überträger: Füchse, Hund, Fledermäuse, Marderhunde und Washbären sindhäufige Quellen.
- Risiko: In Deutschland durch Impfungen bei Haustierenund Füchsen selten, aber inanderen Ländern noch präsent.
Symptome
- Früh: Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Juckreiz/Schmerzen an der Bissstelle.
- Spät: Verändertes Verhalten, Aggressivität, Nervosität, Schluckstörungen, Speichelfluss, Lähmungen, Hydrophobie.
Behandlung und Vorbeugung (wichtige Maßnahmen)
- Nach Biss: Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen, desinfizieren und SOFORT einen Arzt aufsuchen.
- Medizinische Hilfe: Sofortige ärztliche Behandlung mit Impfung ( Immunisierung ) ist entscheidend, um die Krankheit zu verhindern
Prognose
- Unbehandelt: Fast immer tödlich, sobald Symptome auftreten.
- Vorbeugung: Impfung für beruflich exponierte Personen (z.B. Tierärzte, Fledermausforscher) empfohlen.
Die wichtigsten Vitalwerte beim Hund sind Körpertemperatur (ca.37,5- 39) optimal zwischen 38-39 Grad, Puls (abhängig von der Größe, z,B. 70- 100/min für große Hunde) und Atemfrequenz (ca. 15-40/min),die Aufschluss über den Gesundheitszustand geben und idealerweise im Ruhestand gemessen werden sollten, um Abweichungen bei Stress oder Aktivität zu vermeiden.
Zusätzliche Hinweise liefern Schleimhäute (blassrosa, feucht) und Zahnfleisch (Kapillare Rückfüllzeit< 2 Sek.).
Normalwerte (Richtwerte)
- Körpertemperatur: 37,5-39 Grad (Welpen bis 39,5 Grad)
- Puls (Ruhe):
- Große Hunde: 70-100 Schläge/Minute
- Kleine Hunde: 100-130 Schläge/Minute
- Atemfrequenz (Ruhe):15-40 Atemzüge/Minute (klein Hunde oft schneller)
- Schleimhäute: Blassrosa, feucht, glänzend, ohne Auflagerungen
- Kapillare Rückfüllzeit (Zahnfleisch): < 2 Sekunden.
So misst man die Werte
- Puls: An der Innenseite des Oberschenkels der Hinterbeine fühlen, 15 Sekundenzählen und mit 4 multiplizieren.
- Atmung: Brustkorbbewegungen aus der Distanzzählen. Hecheln dient der Wärmeregulierung und wird nicht gezählt.
- Temperatur: rektal
- Schleimhäute: Innenseite der Lippen/des Zahnfleisches prüfen (bei pigmentiertem Zahnfleisch schwierig.
Warum Vitalwerte wichtig sind
- Sie geben schnelle Hinweise auf den Gesundheitszustand
- Im Notfall liefern sie dem Tierarzt wichtige Informationen
- Sie sollten im Ruhezustand regelmäßig kontrolliert und dokumentiert werden, um individuelle Normalwerte zu erkennen
Ja Hunde können Farben sehen, aber ihr Farbsehen ist eingeschränkter als das von Menschen; sie sehen, hauptsächlich Blau-, Violett- und Gelbtöne und nehmen Rot- und Grüntöne eher als Grau- oder Brauntöne wahr, ähnlich einer Rot-Grün-Sehschwäche beim Menschen, da sie nur zwei Arten von Zapfen besitzen (dichromatisches Sehen).
Ihr Sehvermögen ist aber besser an die Dämmerung angepasst und sie erkennen Bewegungen schneller als wir.
Farberkennung
- Farbspektrum: Hunde sehen die Welt in Blau, Violett und Gelb; Rot und Grün erscheinen ihnen als Gelb oder Braun.
- Zapfen: Sie haben zwei Arten von Farbrezeptoren (Zapfen) in der Netzhaut, im Gegensatz zu den drei beim Menschen (trichromatisches Sehen) .
- Vergleich zum Menschen: Ihr Sehen ähnelt dem eines Menschen mit einer Rot- Grün-Schwäche.
Weitere Unterschiede zum menschlichen Sehvermögen
- Bewegungserkennung: Hunde sind besser darin, Bewegungen wahrzunehmen, auch im Dunkeln.
- Dämmerung: Sie sehen bei schlechten Lichtverhältnissen viel besser als Menschen.
- Sichtfeld: Hunde haben ein breiters Gesichtsfeld (ca. 250 Grad), um mehr Umgebung zu erfassen.
Zecken beim Hund sind gefährlich, da sie Krankheiten wie Borreliose und Anaplasmose übertragen können; daher sollte man den Hund nach jedem Spaziergang gründlich absuchen, Zecken mit speziellem Werkzeug vorsichtig entfernen (nichtquetschen) und die Bissstelle beobachten, bei Rötung oder Verhaltensveränderungen sofort zum Tierarzt.
Prävention durch geeignete Mittel ist wichtig, auch wenn Hausmittel wie Kokosöl nur begrenzt wirken und chemische Mittel besser wirken können, um den Hund zu schützen.
Gefahren
- Krankheitsübertragung: Zecken können Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose übertragen.
- Lokale Reaktionen: Juckreiz, Schwellung und Entzündungen an der Bissstelle sind möglich.
Was tun bei einem Befund
- Absuchen: Gründlich das Fell durchstreichen, besonders Ohren, Pfoten, Bauch und Hals.
- Entfernen: Mit einer Zeckenzange oder Zeckenhaken den Parasiten direkt an der Haut packen und gerade herausziehen, ohne ihn zu quetschen oder zu drehen.
- Beobachten: Achten Sie auf Rötungen, Schwellungen oder Verhaltensveränderungen wie Abgeschlagenheit, Fieber oder Appetitlosigkeit.
Vorbeugung
- Regelmäßige Kontrolle: Nach jedem Spaziergang das Fell absuchen.
- Chemische Mittel: Spot-ons, Halsbänder oder Tabletten (nach Rücksprache mit dem Tierarzt) bieten oft den besten Schutz.
- Hausmittel: Kokosöl mit Laurinsäure kann abschreckend wirken, bietet aber kein hundertprozentigen Schutz, Knoblauch oder Teebaumöl sind giftig.
Wann zum Tierarzt
- Wenn sich die Bissstelle entzündet
- Wenn der Hund lethargisch, unruhig oder appetitlos wirkz.
- Wenn sie sich unsicher bei der Entfernung sind.
Zwingerhusten ( Infektiöse Tracheobronchitis) ist eine hochansteckende Atemwegserkrankung bei Hunden, verursacht durch Viren und Bakterien (z. B. Parainfluenza, Bordetella), die sich starken, bellenden Husten, oft mit Würgen, äußert.
Die Übertragung erfolgt schnell, wo viele Hunde zusammenkommen ( Zwinger, Pensionen).
Die Behandlung umfasst Ruhe, Vermeidung von Stress und ggf. Antibiotika, wobei meist eine Spontanheilung nach 1-3 Wochen eintritt, Welpen und ältere Hunde aber gefährdet sind. Vorbeugung durch Impfung ist wichtig.
Symptome
- Starker bellender Husten: Klingt oft, als würde der Hund etwas auswürgen wollen
- Würgen und Erbrechen: Kann nach starken Hustenattacken auftreten
- Nasen– und Augenfluss, Niesen
- Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber: In schweren Fällen
Ursachen & Übertragung
- Erreger: Viren ( z.B. Parainfluenzavirus) und Bakterien (z.B. Bordetellabronchiseptica).
- Ansteckung: Tröpfcheninfektion über die Luft, direkter Kontakt
- Risikogebiete: Orte mit engen Hundekontakt (Hundeschulen, Pensionen, Ausstellungen
Behandlungen & Maßnahmen
- Ruhe: Gönnen Sie ihrem Hund Ruhe und kein Stress
- Luftbefeuchtung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (z.B. Wasserschale auf Heizung
- Leinenpflicht: Nutzen Sie ein Geschirr statt Halsband und laufen Sie nur an der Leine
- Abgrenzung: Halten Sie den Hund von anderen Hunden fern.
- Tierarzt: Bei starken Symptomen, Fieber, Appetitlosigkeit: Antibiotika, Hustenstiller, Schleimlöser möglich.
Vorbeugung
- Impfung: Jährliche Impfung gegen die Haupterreger (oft Teil der Grundimmunisierung).
- Hygienemaßnahmen: Reinigen Geschirr, Halsband und Decken regelmäßig.
- Voraussetzung: Viele Pensionen fordern eine aktuelle Impfung